Interne Bewerbung: Muster und Tipps für den internen Jobwechsel

Interne Bewerbung: Muster
Interne Bewerbung: Hier gilt es, Fehler zu vermeiden

Eine interne Bewerbung ist oftmals der kürzeste Weg auf der Karriereleiter. Aber Achtung: Du magst die Firma kennen wie Deine Westentasche, bist mit vielen Kollegen seit Jahren per Du und weist, wie der Hase läuft. Dennoch solltest Du Deiner internen Bewerbung genauso viel Aufmerksamkeit schenken wie einer externen. Der häufigste Fehler: Zu meinen, den neuen Job quasi im Vorbeilaufen einheimsen zu können, indem man ein sorgloses Schreiben aufsetzt, sich mit „Uschi aus der Personalabteilung“ zum Mittagessen in der Kantine verabredet und schon läuft es. Dem ist nicht so.

Welche Fehler Du vermeiden solltest, welche Vorteile interne Bewerbungen dennoch bieten, wie Du interne Vakanzen erfährst und welches Muster Du in Deiner Vorgehensweise und dem Aufbau Deiner Bewerbung beherzigen solltest, erfährst Du hier:

Interne Bewerbung: Die häufigsten Fehler

Interne Bewerbung: Muster
Interne Bewerbungen werden per Flurfunk schnell publik.
  • Zu meinen, die interne Bewerbung sei ein Selbstläufer und eine reine Formalie. Schließlich wissen ja alle, was für ein toller Hecht ich bin. Außerdem kann die Einschätzung, sowieso der einzige Bewerber und damit praktisch konkurrenzlos zu sein, ins Aus führen, weil es schlichtweg nicht so ist.
  • Eine allzu sorglose interne Bewerbung, unvollständige Unterlagen und wenig aussagekräftige Statements sorgen allzu schnell für das Ende. Personalabteilungen geben eine interne Bewerbung nach Durchsicht gewöhnlich in die entsprechende Fachabteilung weiter. Dort kann man den Bewerber kennen, muss aber nicht. Die Personalakte wird nur selten weitergeleitet. Fehlen in der internen Bewerbung wichtige Informationen, war es das oftmals.
  • Duzmaschine: Selbst wenn das Unternehmen Waldemar Hartmann AG heißt, sollten Anschreiben in internen Bewerbungen grundsätzlich in formeller Siezform geschrieben sein. Entscheidungen für oder gegen interne Bewerber werden in der Regel von mehreren Personen getroffen. Selbst, wenn man einen Entscheider kennt, weiß man nicht zwingend, wer am Ende mitentscheidet. Da interne Bewerbungen gewöhnlich in der Personalakte landen, „riecht“ ein „Du“ nur allzu schnell nach Klüngel und verbotenen Absprachen.
  • Das Gespräch auf die leichte Schulter nehmen: Wer glaubt, dass die eigene Leistungshistorie im Unternehmen zum Allgemeinwissen gehört, der täuscht sich. Beteiligte Entscheider mögen den internen Bewerber aus unterschiedlichen Perspektiven kennen, d.h. heißt jedoch nicht, dass diese über fachliches Expertenwissen verfügen und Leistungen im Kontext des Unternehmenserfolgs einordnen können. Das kann meist nur der direkte Vorgesetzte. Personaler kennen höchstens ein paar zusammenhanglose Informationen aus der Personalakte.
  • Plauderton und fehlende Spannung: Flapsige Bewerbung, selbstgerechtes und lasches Auftreten sowie das Lästern über Kollegen und Kritik am Vorgesetzten sind absolut tabu.
  • Mehrere interne Bewerbungen zur gleich Zeit erzeugen den Eindruck, dass der Bewerber nicht so recht weiß, wohin er will. Hauptsache fort. Eine inflationäre Flut von Bewerbungen spricht außerdem nicht gerade für eine zielgerichtete Karriereplanung.
  • Indiskretion: Mit Kollegen über die interne Bewerbung zu plaudern, ist ein großer Fehler. Erfährt der Vorgesetzte per Flurfunk vom eigenen Versetzungswunsch, ist Ärger vorprogrammiert. Kollegen könnten zudem denken, dass sich der Bewerber offensichtlich für etwas Besseres hält. Scheitert die interne Bewerbung, macht das die weitere Zusammenarbeit nicht eben leichter.
Interne Bewerbung: Vorteile
Interne Bewerbungen verdeutlichen Deine Treue zum Arbeitgeber.

Trotz der möglichen Fehler und einiger Stolperfallen, bieten interne Bewerbungen viele Vorteile im Vergleich zu Bewerbungen in „freier Wildbahn“:

  • Interne Bewerbungen sind oftmals ein Muster für den schnellen, unkomplizierten Karrieresprung. Vertrautes Umfeld, bekannte Unternehmensphilosophie, geringerer Einarbeitungs- und Bewährungsstress, Kenntniss der internen Abläufe. Alles in allem gewichtige Argumente für die interne Bewerbung.
  • Interne Bewerbung bedeutet ein Heimspiel für Dich. Damit suggerierst Du dem Arbeitgeber unbedingte Loyalität. Schließlich bewirbst Du Dich nicht woanders, sondern möchtest Dich in „Deiner Firma“ persönlich und beruflich weiterentwickeln. In Zeiten von „Jobhopping“ ein gutes Zeichen. Dein Wissen bleibt der Firma erhalten und wandert nicht ab zum bösen Wettbewerb.
  • Persönliche Kontakte zur ausschreibenden Abteilung sind nicht selten und – richtig eingesetzt – ein weiterer Vorteil. So kannst Du Dich bei einem vertrauten Mitarbeiter erkundigen, wie die Chancen für eine interne Bewerbung aussehen. Ein Muster, wie weit Du dabei gehst und wie viel Information Du versuchst heraus zu kitzeln , gibt es nicht und hängt ab vom jeweiligen Vertrauensverhältnis zur Kontaktperson.

Interne Bewerbung: freie Stellen finden

Interne Bewerbung: freie Stellen finden
Auch das Schwarze Brett kann als Informationsquelle dienen.
  • Intranet: Hier gibt es meist einen eigenen Karrierebereich, der oft durch die Personalabteilung auf dem Laufenden gehalten wird. Das Intranet ist auch der häufigste Weg, wenn es darum geht, die interne Bewerbung an die Personalabteilung zu übermitteln.
  • Web: Leider oftmals noch gängige Praxis: Die eigenen Mitarbeiter erfahren zuletzt von aktuellen Jobangeboten. Online-Jobbörsen wie stepstone, monster, jobware etc. bieten Dir die Möglichkeit einer komfortablen Recherche nach Arbeitsplatzangeboten Deines Arbeitgebers. Daneben ist selbstverständlich auch der Karrierebereich der unternehmenseigenen Website eine lohnende Anlaufstation für Deine folgende interne Bewerbung. Da externe Anzeigen oftmals ausführlicher aufgebaut sind, erhältst Du hier oft mehr Informationen als in internen Ausschreibungen.
  • Schwarzes Brett: Die klassischen Aushangtafeln sind zwar noch ein Relikt aus der Vergangenheit, erfüllen aber nach wie vor ihren Zweck. Interne Mitteilungen, Informationen vom Betriebsrat und vor allem interne Stellenausschreibungen lassen sich hier finden.
Interne Bewerbung: Muster für den Aufbau
Muster für den idealen Aufbau einer internen Bewerbung
  • Kontakte: Ausgangspunkt für interne Bewerbungen sind häufig auch persönliche Kontakte innerhalb der Firma. Kollegen anderer Abteilungen wissen oftmals sehr frühzeitig Bescheid über eine geplante Stellenbesetzung und können Dir hilfreiche Informationen über die konkreten Rahmenbedingungen der Stelle geben. Aber hier ist Vorsicht geboten, wenn Du vermeiden willst, dass deine Wechselabsichten einen Tag später „in der Zeitung“ stehen.
  • Personalabteilung: Eine Stellenbesetzung erfolgt – ganz gleich ob durch externe oder interne Ausschreibung – in der Regel im engen Schulterschluss zwischen Fachabteilung, die den Bedarf anmeldet, und der HR-Abteilung. Hier laufen also alle Drähte zusammen. Hier ein „Trojanisches Pferd“ sitzen zu haben, dem Du vertrauen kannst, kann für deine interne Bewerbung Gold wert sein.
  • Betriebsrat: Last not least ist der Betriebsrat darüber informiert, welche Positionen zurzeit offen sind oder neu geschaffen werden sollen. Da es eine Anhörungspflicht gibt, wird der Betriebsrat im Prozess Deiner internen Bewerbung spätestens zum Schluss angehört.

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Interne Bewerbung: Muster für den Aufbau

Interne Bewerbung: Anschreiben
Das Anschreiben steht am Anfang Deiner internen Bewerbung

Was gehört alles in eine interne Bewerbung? Muster ist hierbei die klassische Bewerbung an sich, jedoch weniger die Bewerbungsmappe, sondern vielmehr die digital Form, d.h. die Übermittlung eines PDF´s, entweder per Email oder als Upload im firmeneigenen Intranet. Der Aufbau der internen Bewerbung ist exakt fast gleich: Das Deckblatt fällt weg, dafür spielt das Anschreiben bei der internen Bewerbung eine ebenso wichtige Rolle wie Dein Lebenslauf und – falls vorhanden – Dein letztes Zwischenzeugnis.
Die Schlüsselfragen, die Du in Deiner internen Bewerbung beantworten solltest, sind die gleichen wie im externen Arbeitsmarkt: Warum willst Du die Stelle und warum eignest Du Dich am besten? Es geht also zentral um Deine Motivation und die Frage, warum Du entweder „jetzt erst“ oder „schon jetzt“ glaubst, die Idealbesetzung zu sein. Daneben um Deine fachlichen Qualifikationen, Erfolge und vor allem den Mehrwert, den Du der Firma in der neuen Rolle bieten kannst.

Als Muster für die interne Bewerbung können folgende Elemente gelten:

  • Anschreiben: Interne Bewerbungen beginnen grundsätzlich mit dem Anschreiben. Selbst wenn die Bewerbung im Intranet hochgeladen wird. Hier solltest Du Dein ganzes Motivationsfeuerwerk abbrennen und genau erklären, warum Du Dich auf die Stelle bewirbst, warum Du Dich für hervorragend geeignet hältst und dass diese Position der logische und folgerichtige nächste Schritt auf Deiner Karriereleiter ist. Dabei stellst Du pointiert und konzentriert Deine bisherigen Erfolge, Verbesserungen und Leistungen heraus. Kurz, prägnant und eindrucksvoll sollte es sein.
    Der Aufbau des Anschreibens orientiert sich bei der internen Bewerbung am Muster klassischer Anschreiben, nur ersetzt Du Deine privaten Kontaktdaten durch Deine beruflichen: Name, Abteilung, Funktion, Büronummer, Firmenemail-Adresse etc., danach folgen die Adressangaben mit Ansprechpartner, Datum, Betreffzeile („Ihre interne Stellenausschreibung vom 19. September 2015“), Anrede (Siezen, nicht Duzen!), es folgt das Anschreiben und schließt mit Deiner Unterschrift und dem Anlageverzeichnis.
    Das Anschreiben selber sollte den Umfang von einer Seite nicht überschreiten.
  • Lebenslauf: Dein Lebenslauf sollte klassisch strukturiert sein: Foto, persönliche Kontaktdaten und Deine beruflichen Stationen. Muster ist immer: links die Zeitangaben, rechts die Fakten. Berufserfahrung, Weiterbildungen, Ausbildung, Besondere Kenntnisse (EDV, Sprachen) und Hobbies. Am Ende nicht vergessen, das Datum und Deine Unterschrift einzufügen. Der Lebenslauf sollte amerikanisch aufgebaut sein, d.h. in umgekehrter Chronologie. Dazu beginnst Du mit Deiner aktuellen Position und gehst dann zurück in die Vergangenheit. Zu Deiner aktuellen Position kannst Du ruhig eine Rubrik „Erfolge“ einfügen und kurz und prägnant objektivierbare Kennzahlen wie z.B. erreichte Key Performance Indicators (KPI´s) einfügen. Erhältst Du regelmäßig persönliche Leistungsbeurteilungen und sind diese vorzeigbar, schadet es nicht, die guten Noten Deines Vorgesetzten aufzunehmen.
Interne Bewerbung: Zwischenzeugnis
In der internen Bewerbung das letzte Zwischenzeugnis verwenden
  • Qualifiziertes Zwischenzeugnis: Solltest Du über eines verfügen, muss das rein in Deine interne Bewerbung. Hast Du keines, wird es höchste Zeit, bei Deinem Vorgesetzten eines anzufordern. Nicht nur für Deine interne Bewerbung, sondern eventuell später einmal für ein externes Engagement. Was weiß ja nie, wo die Reise so hingeht. Denn: Sollte der Vorgesetzte wechseln und Du bist mit dem Nachfolger konfrontiert, kannst Du vergangene Verdienste und Erfolge nicht mehr objektivieren und fängst bei Null an.
    Alle anderen Zeugnisse, egal ob Schul-, Ausbildungs- oder Arbeitszeugnisse früherer Arbeitgeber, kannst Du bei Deiner internen Bewerbung außen vor lassen.

Interne Bewerbung: Muster und Vorlagen

Du willst Deine interne Bewerbung optisch aufpeppen und gleich auf den ersten Blick einen Volltreffer landen? Kein Problem. Brillante Muster und Vorlagen für Deine Bewerbung, die von professionellen Werbedesignern und Personalfachleuten bereits fix und fertig für Dich vorbereitet wurden und Dir die positive Aufmerksamkeit verschaffen, die Du verdienst. Hier sind alle notwendigen Elemente Deiner internen Bewerbung grafisch bereits perfekt aufeinander abgestimmt. Die Muster erhältst Du als editierbare Word-Dateien. Einfach öffnen, auf den eigenen Geschmack hin anpassen, eigene Texte einfließen lassen und fertig.

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